Butter Chicken selber machen - cremige Sauce, zartes Hähnchen

Cremiger Butter Chicken in einer Pfanne, bereit zum Servieren. Ein Löffel ragt aus der köstlichen Sauce.

Geschrieben von

Wilhelmine Wiesner

Veröffentlicht am

17. Sept. 2026

Inhaltsverzeichnis

Ein cremiges Curry, rauchiges Hähnchen vom Grill und duftender Basmatireis ergeben ein Hauptgericht, das nach viel Aufwand schmeckt, aber gut planbar bleibt. Ich zeige, worauf es bei Butter Chicken wirklich ankommt, welche Zutaten die Sauce tragen und wie das Gericht in Pfanne, Ofen oder auf dem Grill gelingt.

Cremige Sauce und rauchiges Hähnchen ergeben ein rundes Wohlfühlgericht

  • Murgh Makhani verbindet würzige Tomatensauce mit Butter und einem milden Finish.
  • Hähnchenoberkeulen bleiben saftiger als Brustfilet und verzeihen kleine Garfehler.
  • Mindestens 30 Minuten Marinierzeit machen das Fleisch aromatischer und zarter.
  • Grillen oder scharfes Anbraten bringt die erwünschten Röstaromen.
  • Basmatireis, Naan und frische Kräuter gleichen die kräftige Sauce angenehm aus.

Ein Teller mit cremigem Butter Chicken, Reis und Naan-Brot, garniert mit Koriander.

Was das indische Butterhuhn so besonders macht

Unter dem Namen Murgh Makhani ist das Gericht in der nordindischen Küche bekannt. Typisch sind gebratene oder gegrillte Hähnchenstücke in einer samtigen Sauce aus Tomaten, Butter, Gewürzen und häufig etwas Sahne. Der Geschmack ist nicht einfach nur scharf, sondern lebt vom Wechselspiel aus Röstaromen, Säure, Süße und Wärme.

Die Entstehung wird meist mit Delhi und dem Restaurant Moti Mahal verbunden. Ganz gleich, welche historische Version man bevorzugt, für mich ist die kulinarische Idee entscheidend: Bereits gegartes Hähnchen wird mit einer aromatischen Sauce verbunden. Dadurch eignet sich das Gericht hervorragend für Gäste, weil sich Fleisch und Sauce teilweise vorbereiten lassen.

In Deutschland wird die Sauce oft milder zubereitet als in Indien. Das ist kein Fehler. Entscheidend ist, dass die Gewürze nicht von Chili erschlagen werden und die Tomaten genug Zeit bekommen, ihre Säure zu verlieren.

Die richtigen Zutaten für vier Personen

Ich verwende am liebsten Hähnchenoberkeulen ohne Knochen. Sie bleiben beim Grillen und später in der Sauce saftig. Brustfilet funktioniert ebenfalls, sollte aber kürzer gegart werden, damit es nicht trocken wird.

Zutat Menge Hinweis
Hähnchenoberkeulen oder Brustfilet 600 g in mundgerechten Stücken
Naturjoghurt 150 g für die Marinade
Knoblauch und Ingwer je 2 TL fein gerieben
Garam Masala 2 TL für Marinade und Sauce
Gemahlener Kreuzkümmel und Koriander je 1 TL geben Tiefe und Wärme
Passierte Tomaten 500 g möglichst fruchtig und nicht zu sauer
Butter 60-80 g in zwei Portionen verwenden
Sahne 100-150 ml je nach gewünschter Cremigkeit
Zwiebel 1 große fein gewürfelt
Chili, Salz und Limettensaft nach Geschmack erst am Ende fein ausbalancieren

Optional passen gemahlene Cashews oder ein Teelöffel Bockshornkleeblätter, auch Kasuri Methi genannt. Die Cashews machen die Sauce dicker, während Bockshornklee eine leicht herbe, restauranttypische Note beisteuert. Beides ist kein Muss, bringt aber mehr Tiefe als zusätzliches Chilipulver.

So gelingt die Zubereitung Schritt für Schritt

Das Fleisch aromatisch marinieren

Joghurt, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, etwas Salz und einen Spritzer Zitronen- oder Limettensaft verrühren. Das Hähnchen darin wenden und mindestens 30 Minuten kalt stellen. Über Nacht wird das Aroma kräftiger, die Marinade sollte aber nicht stark übersäuert sein.

Vor dem Braten streife ich überschüssige Marinade leicht ab. Zu viel Joghurt in der Pfanne zieht Wasser und verhindert die gewünschten Röstaromen. Ein dünner Film reicht völlig.

Röstaromen aufbauen

Das Fleisch in einer sehr heißen Pfanne mit etwas Öl portionsweise anbraten. Es muss nicht vollständig durchgaren, sondern soll zuerst braune Stellen und leicht dunkle Kanten bekommen. Auf dem Grill gelingt dieser Schritt besonders gut, weil die Hitze und der Rauch dem Gericht seinen charakteristischen Tandoori-Eindruck geben.

Für die Pfanne rechne ich mit etwa 6-8 Minuten, je nach Größe der Stücke. Auf dem Grill brauchen die Hähnchenstücke meist 8-12 Minuten bei direkter, mittlerer bis hoher Hitze. Anschließend ruhen sie kurz, während die Sauce entsteht.

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Die Sauce langsam abrunden

  1. Zwiebel in einem Teil der Butter bei mittlerer Hitze weich dünsten.
  2. Knoblauch, Ingwer und die Gewürze kurz mitrösten, bis sie duften.
  3. Passierte Tomaten hinzufügen und die Sauce etwa 15-20 Minuten einkochen lassen.
  4. Die Sauce fein pürieren, wenn eine besonders glatte Konsistenz gewünscht ist.
  5. Butter und Sahne einrühren und das Hähnchen weitere 5 Minuten darin ziehen lassen.

Die Sauce darf nicht sprudelnd kochen, sobald Sahne und Butter darin sind. Sanfte Hitze hält sie glatt und cremig. Schmeckt sie zu sauer, helfen eine kleine Prise Zucker oder etwas mehr Butter. Salz sollte ich erst am Ende endgültig einstellen.

Pfanne, Ofen oder Grill für das beste Ergebnis

Es gibt nicht nur eine richtige Methode. Ich wähle sie danach, ob ich schnell unter der Woche kochen oder ein rustikales Essen für Gäste vorbereiten möchte.

Methode Stärke Worauf achten?
Pfanne Schnell und unkompliziert In kleinen Portionen braten, sonst kocht das Fleisch im eigenen Saft.
Backofen Gleichmäßige Hitze Bei etwa 220 °C garen und das Fleisch nicht zu lange im Ofen lassen.
Grill Rauchige Röstaromen Marinade leicht abstreifen und die Stücke regelmäßig wenden.

Für eine Einladung kombiniere ich gern beides. Das Fleisch kommt auf den Grill, die Sauce bleibt in einem schweren Topf auf dem Herd warm. So kann ich die Gäste in Ruhe bewirten und gebe das Hähnchen erst kurz vor dem Servieren in die Sauce.

Bei Geflügel sollte die dickste Stelle vollständig durchgegart sein. Wer ein Thermometer besitzt, kann sich an ungefähr 74-75 °C Kerntemperatur orientieren. Das ist zuverlässiger als ein Anschnitt, durch den viel Saft verloren geht.

Typische Fehler und wie ich sie vermeide

  • Zu viel Chili: Schärfe lässt sich später ergänzen, aber kaum zurücknehmen. Ich würze lieber vorsichtig und stelle am Tisch mit Chiliöl nach.
  • Zu kurze Saucenzeit: Rohe Tomatensäure bleibt präsent. Mindestens 15 Minuten sanftes Einkochen machen einen deutlichen Unterschied.
  • Zu kalte Pfanne: Dann zieht das Fleisch Wasser und wird eher gedünstet. Eine gut vorgeheizte Fläche ist wichtiger als zusätzliches Öl.
  • Hähnchenbrust zu lange garen: Brustfilet braucht weniger Zeit als Oberkeule. Ich gebe es erst spät in die Sauce.
  • Sahne stark kochen lassen: Das kann die Sauce schwer und unruhig machen. Nach dem Einrühren nur noch sanft erhitzen.

Ein weiterer Irrtum ist, dass besonders viel Butter automatisch ein besseres Ergebnis bringt. Ich finde 60 bis 80 Gramm für vier Portionen ausreichend. Mehr Fett überdeckt schnell die Gewürze, statt sie harmonisch zu verbinden.

Beilagen, Reste und ein stimmiger Tisch

Am klassischsten sind lockerer Basmatireis und warmes Naan. Für eine ländliche Tafel passen auch Fladenbrot, Gurkenjoghurt und ein kleiner Salat mit Limette. Die Beilagen sollten frisch und schlicht bleiben, denn die Sauce bringt bereits viel Würze mit.

Zum Servieren streue ich frischen Koriander oder glatte Petersilie darüber und gebe ein paar Tropfen Limettensaft hinzu. Etwas Säure am Ende macht das Gericht leichter und verhindert, dass Butter und Sahne zu dominant wirken.

Reste halten sich gut verschlossen etwa 2 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen einen Schuss Wasser oder Sahne zugeben und die Sauce langsam erhitzen. Einmaliges Aufwärmen ist geschmacklich meist problemlos, wiederholtes Erhitzen macht das Hähnchen dagegen zunehmend trocken.

Mein persönlicher Favorit bleibt die Grillvariante mit Oberkeule, einer glatten Tomatensauce und schlichtem Basmatireis. Sie verbindet den gemütlichen Charakter eines Hauptgerichts vom Grill mit der samtigen Würze eines Currys und lässt sich wunderbar in einer großen Schale auf den Tisch stellen.

Häufig gestellte Fragen

Hähnchenoberkeulen ohne Knochen bleiben beim Grillen und in der Sauce besonders saftig. Brustfilet funktioniert ebenfalls, sollte aber kürzer gegart und erst spät in die Sauce gegeben werden, damit es nicht trocken wird.

Die Marinade aus Naturjoghurt, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, Salz und Zitronen- oder Limettensaft sollte mindestens 30 Minuten einwirken. Über Nacht wird das Aroma kräftiger, die Marinade sollte jedoch nicht stark übersäuert sein.

In der sehr heißen Pfanne wird das Fleisch portionsweise etwa 6 bis 8 Minuten angebraten. Auf dem Grill entstehen besonders rauchige Röstaromen; dort brauchen die Stücke meist 8 bis 12 Minuten bei direkter, mittlerer bis hoher Hitze. Alternativ gelingt das Fleisch im Backofen bei etwa 220 °C.

Die passierten Tomaten sollten 15 bis 20 Minuten sanft einkochen, bevor Butter und Sahne dazukommen. Bei zu viel Säure helfen eine kleine Prise Zucker oder etwas mehr Butter. Nach dem Einrühren darf die Sauce nur noch sanft erhitzt werden und nicht sprudelnd kochen.

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Wilhelmine Wiesner

Wilhelmine Wiesner

Mein Name ist Wilhelmine Wiesner und ich bringe 13 Jahre Erfahrung in der Welt der Landhausküche, Gastlichkeit und Lifestyle mit. Meine Leidenschaft für diese Themen begann in meiner Kindheit, als ich oft in der Küche meiner Großmutter stand und die Geheimnisse traditioneller Rezepte entdeckte. Diese Erinnerungen haben mich dazu inspiriert, meine eigene kulinarische Reise zu beginnen und die Kunst des Gastgebens zu erlernen. Ich schreibe über alles, was mit der Landhausküche zu tun hat, von saisonalen Rezepten bis hin zu Dekorationstipps für einladende Dinnerpartys. Dabei lege ich großen Wert darauf, meine Informationen sorgfältig zu recherchieren und aktuelle Trends im Bereich Lifestyle zu verfolgen. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich aufzubereiten und meinen Leserinnen und Lesern nützliche, präzise und ansprechende Inhalte zu bieten, die sie in ihrem eigenen Zuhause inspirieren.

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